D`Schwarzachtaler spielen in Wehringen auf

Turbulent ging es im Rahmen der Vorbereitungen zum diesjährigen Frühjahrskonzert der Schwarzachtaler aus Waldberg zu. Nach intensiver Probenarbeit und einem anstrengenden Probenwochenende im historischen Reiberhof in Bernbach bei Balzhausen kam das plötzliche Aus für den geplanten Veranstaltungsort. Die Gemeinde Gessertshausen musste die Schwarzachhalle aufgrund brandschutztechnischer Mängel für alle Veranstaltungen mit sofortiger Wirkung sperren. Nachdem auch nach intensiven Bemühungen keine Ausnahmegenehmigung für ein Konzert in der Schwarzachhalle in Aussicht gestellt werden konnte, mussten sich die Verantwortlichen des Vereins kurzfristig um einen Ausweichort bemühen.

Fündig wurden sie im Nachbarort Wehringen, wo Bürgermeister Manfred Nerlinger sofort unbürokratisch Hilfe leistete und die Wehringer Schulturnhalle für das Konzert bereitstellte.Der Musikverein Wehringen half beim Aufbau der Bühne und so konnte das Konzert wie geplant am 26. April veranstaltet werden.

Eröffnet wurde das Konzert von der Jugendkapelle unter der Leitung von Diana Brandmair. Mit „Concerto d´Amore“ von Jacob de Haan brachten sie ihr Selbstwahlstück zum Bezirksmusikfest in Langerringen zu Gehör. Beim Soundtrack zu den Highlights aus dem Musical Tarzan konnten die Zuhörer einige Dschungeltiere in den Reihen der Jungmusikanten erahnen. 

Danach nahm das große Blasorchester unter dem neuen Dirigenten Markus Kolb auf der Bühne Platz. Der Vortrag der Stücke „Symphonic Proclamation“ von David R. Gillingham und „At the Break of Gondwana“ von Benjamin Yeo wurde als Generalprobe zu den in Kürze anstehenden Wertungsspielen in Langerringen genutzt.

Christian Mögele, der gekonnt durch das Programm führte, fragte die Zuhörer nach Erinnerungen an die erste große Liebe und nach dem damit verbundenen Kribbeln im Bauch. Diese Gefühle inspirierten den Komponisten Alfred Reed zu dem Stück „The Hounds of Spring“, welches von den Musikanten gekonnt interpretiert wurde. Schwungvoll ging es mit dem Konzertwalzer Espana von Emil Waldteufel weiter. Mit der Polka Prager Gassen und dem altrussischen Marsch „Abschied der Slawin“ verabschiedeten sich die Musikanten. Für die Zugaben „Skyfall“ und „Nineteen-Fifty-Eight“ kamen auch die Jungmusiker noch einmal auf die Bühne und musizierten gemeinsam mit den „Senioren“ in einem großen Orchester. Der Applaus wollte nicht enden, sodass die Musikanten ihre Zuhörer mit der vereinseigenen Hymne „Du schönes Schwarzachtal“ nach Hause verabschiedete.